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Parlamentarische Patenschafts-Programm

Das Parlamentarische Patenschafts-Programm

Blick auf das Capitol in Washington

Im September 1983 vereinbarten der Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika und der Deutsche Bundestag einen beidseitigen Jugendaustausch, das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP), das in den USA Congress Bundestag Youth Exchange (CBYX) heißt. Anlass hierzu war der 300. Jahrestag der ersten deutschen Einwanderung nach Amerika.

Die Idee

Ziel des PPP ist es, der jungen Generation in beiden Ländern die Bedeutung freundschaftlicher Zusammenarbeit, die auf gemeinsamen politischen und kulturellen Wertvorstellungen beruht, auf anschauliche Weise zu vermitteln. Schülerinnen und Schülern sowie jungen Berufstätigen ermöglicht das PPP-Stipendium einen im Sommer beginnenden einjährigen Aufenthalt in den USA. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten leben in der Regel in Gastfamilien. Schülerinnen und Schüler besuchen für die Dauer eines Schuljahrs eine amerikanische Highschool. Junge Berufstätige nehmen mit dem Programm am Unterricht eines Community Colleges oder einer vergleichbaren Bildungsstätte teil und absolvieren ein Praktikum in einem amerikanischen Betrieb.

Die Stipendiaten wirken in dieser Zeit zudem als Junior-Botschafter und vermitteln an ihren Schulen, an ihren Praktikumsplätzen, in ihren Gastfamilien und in ihrer Freizeit die kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Werte ihres Landes. Im Alltag lernen sie, was Deutschland und Amerika verbindet und unterscheidet. Sie leben, lernen und arbeiten in einer fremden Kultur, erweitern ihren Horizont durch persönliche Erfahrungen und leisten so einen wichtigen Beitrag zu einer besseren Verständigung zwischen jungen Deutschen und Amerikanern.

Das Stipendium

Bundesweit stehen 360 Stipendien zur Verfügung, davon 285 Stipendien für Schülerinnen und Schüler und 75 für junge Berufstätige. Das Stipendium umfasst die Reise- und Programmkosten sowie die notwendigen Versicherungskosten. Die Stipendiaten werden von erfahrenen Austauschorganisationen betreut, die seit vielen Jahren mit dem Deutschen Bundestag zusammenarbeite. Dazu gehört auch die Durchführung des Auswahlverfahrens und die Vorbereitung vor der Ausreise in die USA.

Die Patenschaft

Bundestagsabgeordnete nominieren die Stipendiaten und betreuen sie in der Zeit des Stipendiums als Paten – daher auch der Name des Programms. Die Bundestagsabgeordneten sind Ansprechpartner, stellen ihre “Patenkinder” der Öffentlichkeit im Wahlkreis vor, laden sie zu politischen Veranstaltungen ein, halten während der Austauschzeit Kontakt zu ihnen und helfen außerdem dabei, die amerikanischen Stipendiaten in der deutschen Wahlheimat zu integrieren.

Das Patenschaftsprogramm wird parlamentarisch begleitet. So gibt es in der Inneren Kommission des Ältestenrats des Bundestages eine Berichterstattergruppe für Internationale Austauschprogramme. Hier koordinieren Abgeordnete aus allen Fraktionen das Parlamentarische Patenschafts-Programm. Berichterstatter ist Wolfgang Börnsen (Bönstrup). Und auch die Verwaltung des Bundestages ist in das Programm eingebunden. So schafft das Referat Internationale Austauschprogramme die organisatorischen Voraussetzungen dafür, dass der Bundestag Schülern und jungen Berufstätigen einen einjährigen Aufenthalt in den USA ermöglichen kann.

Schirmherr für das Programm ist Bundestagspräsident Norbert Lammert.

Amerikaner in Deutschland

Jedes Jahr verbringen auch 350 junge Amerikaner mit dem Congress Bundestag Youth Exchange (CBYX) Programm des US-Kongress ein Austauschjahr in Deutschland. Sie leben in deutschen Gastfamilien, besuchen deutsche Schulen oder arbeiten als junge Berufstätige in Betrieben. Ein Höhepunkt ihres Deutschlandjahres ist der „Berlin – Tag“ mit einem Besuch des Bundestages, bei dem sie von Bundestagspräsident Norbert Lammert empfangen werden.

Weitere Informationen unter:

http://www.bundestag.de/bundestag/europa_internationales/internat_austausch/ppp/index.html

Quelle: www.bundestag.de

 


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