Take 14 – Winter Update, Bosch & Sonstso

Nun hat mich also der Alltag…oder doch nicht?

Ich habe nicht gedacht, dass die Zeit noch schneller fliegen kann als sie es eh schon getan hat. Aber es geht. Und zack ist schon fast März. Mehr als die Hälfte ist um von dem Jahr auf das ich so lange gewartet habe. So langsam stehen schon die Teilnehmer für das 31. PPP fest und dann wird einem doch irgendwie bewusst, dass es auch mal zu ende gehen wird. Aber eigentlich will ich da noch gar nicht dran denken…

CHIlaska

Nach meinem tollen Florida Trip, ging es also dann auch fast direkt los ins amerikanisch Arbeitsleben. Doch STOPP. Neee neee, Start mit zwei Tagen Verspätung, es war dann doch etwas zu kalt bei -45 Grad. Mein Auto ist eh nicht angesprungen und da war ich doch ganz froh, dass mein Chef bei Bosch uns erst nach den zwei Tagen Eiseskälte anfangen lassen hat. Ja, das Wetter spielte hier die letzten 8 Wochen echt verrückt: Schneestürme und keine Straßen frei geräumt, Eis und Glätte, das kälteste Wetter was ich je gespürt habe. So viel Schnee habe ich auch noch nie im Leben gesehen. Letzte Woche hat es in 3 Stunden 20cm Schnee gegeben und wegen der Sicherheit hat Bosch dann alle verfrüht nach Hause geschickt. Gut, dass ich meinen 4-wheel-drive habe. So langsam habe ich nur auch die Schnauze voll und könnte mal wieder ein bisschen Wärme vertragen. Na wenigstens scheint hier ganz oft die Sonne und man verfällt nicht in keine Depressionen, wie beim grauen deutschen Winter, wenn man nach 4 Monaten fast nicht mehr weiß, was Sonne überhaupt nochmal war.

Doch zurück zu meinem Job als Eventmanager bei Bosch. Ich arbeite dort im CI department und plane die internen Events in den USA und Mexiko. Die ersten 2 Monate sind wirklich schnell umgegangen und es macht auch noch echt Spaß. Allerdings ist es schon ein ganz anderes Arbeiten. Manchmal hätte ich dann doch lieber etwas mehr zu tun. Die Amerikaner sind auch meist überrascht und total begeistert, wenn man seine Aufgaben direkt macht. Anscheinend lassen die sich alle etwas mehr Zeit um ihre Aufgaben zu erledigen. An meinem ersten Tag bin ich direkt aufs erste Event gefahren. Und wohin? Nach ITASCA, was ein Zufall. Dort habe ich dann schon viele meiner Kollegen kennengelernt und alle sind wirklich super lieb. Viele meiner Kollegen sind auch deutsch und zudem gibt es noch viele internationale Studenten aus Deutschland und Brasilien. In der zweiten Woche waren wir auch gleich alle zusammen beim Brasilianer essen.

Was sonst noch so passiert ist….

Im Januar habe ich beschlossen mal eine Woche komplett auf Deutsch zu verzichten und nur noch auf Englisch zu kommunizieren (Skype, Whatsapp, Facebook, Unterhaltungen, Email usw.). Das hat eigentlich ganz gut geklappt und war überhaupt kein Problem. Nur manchmal hat man sich dann doch etwas seltsam gefühlt mit Deutschen auf Englisch zu sprechen. Auf Deutsch geht es dann doch einfach schneller. Während der ganzen Woche, habe ich mich einmal verplappert und es auch erst mitten im Satz gemerkt.

Februar

Die letzte Woche hatte ich Besuch von Tobi und Servo, die sich in das eisige Chicago getraut haben. Wir haben echt viel Spaß gehabt und einiges unternommen: Top Golf, Ice Tubing, Eisskulpturen am Navy Pier angeschaut, Clubbing, Hancock Tower, Ice Scating im Millenium Park, …und und und. Die Zeit ging mal wieder viel zu schnell um!

Grüße aus Chilaska :)

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Take 13 – Roadtrip Atlanta & Florida

Happy New Year to everyone!
Atlanta

Atlanta

Nach einem tollen Weihnachtsfest mit meiner Gastfamilie, habe ich mich am 27. Dezember auf nach Atanta gemacht. Am Flughafen habe ich zwei weitere Teilnehmerinnen, Mandy & Katha, getroffen. Wir hatten uns schon vorab ein Auto gemietet und sind dann zuerst einmal nach Downtown Atlanta gefahren. Dort haben wir uns die Coca Cola World angesehen. Die Nacht blieben wir dann bei der Gastfamilie eines anderen Teilnehmers in Atlanta.

Orlando

Orlando

Am nächsten Morgen starteten wir Richtung Orlando, was eigentlich nur 6-7 Stunden dauern sollte. Da jedoch wohl das ganze Land nach Florida fluchten wollte, brauchten wir doch 11 Stunden. Abends haben wir dann nur schnell etwas gegessen und uns dann für den folgenden Tag ausgeschlafen. Mit dem Öffnen der Tore waren wir dann auch quasi schon in den Universal Studios Orlando angekommen, ein riesiger Freizeitpark. Der Preis war echt eine Frechheit mit 140 Dollar pro Person, aber was soll’s. Man lebt nur einmal. Am tollsten war die Harry Potter World – echt Wahnsinn! Wer Harry Potter gesehen hat, kann sich Hogsmate und Hogwarts genauso vorstellen wie im Film. Der Gang durch das Schloss war der Oberkracher!!!! Es war wirklich als würde man durch die dunklen Gänge laufen mit den sprechenden und bewegten Bildern an den Wänden. Ich hab es nie im Leben so beeindruckend gut erwartet. Wirklich genau wie im Film. Und auch die 3D Fahrt war echt cool, auch wenn mir danach etwas übel war. Allgemein war der ganze Tag echt super spaßig und abends fielen wir dann totmüde ins Bett.

Miami

Miami

Am 30. Dezember ging es dann weiter ins Warme nach MIAMI! Die Fahrt dauerte nur ca. 4 Stunden und somit hatten wir noch genug Zeit uns Miami Beach anzuschauen und im Vapiano Downtown zu essen. Endlich mal wieder gutes europäisches Essen. :) Leider war das Wetter nicht wirklich sonnig, aber trotzdem haben wir es uns auch an Silvester nicht nehmen lassen in South Beach rumzulaufen. Abends sind wir dann auf dem Ocean Drive gewesen und haben uns um 00:00 Uhr das Feuerwerk am Strand angeschaut. Der Start ins neue Jahr war dann wieder um einiges sonniger. Und so verbrachten wir einen weiteren Tag in South Beach.

Florida Keys

Florida Keys

Am nächsten Morgen ging es dann auf einen Tagestrip zum südlichsten Punkt der USA in Key West. Es gibt nur eine einzige Straße die von Insel zu Insel führt, bis man dann ganzen unten ankommt. In Key West sieht alles aus wie in der Karibik, tolle Gebäude und in fast jedes würde man am liebsten direkt einziehen. Nachmittags haben wir uns dann nur noch an den Strand gechillt und sind dort bis zum Sonnenuntergang geblieben. Danach ging es dann allerdings schon wieder Richtung Everglades, da die Hotels doch etwas sehr teuer mit über 270 pro Nacht waren. Spontan haben wir dann nahe der Everglades auch noch ein Hotel gefunden.

Bevor es dann zurück Richtung Atlanta ging, haben wir natürlich noch eine Airboat Tour durch die Everglades gemacht. Das war echt super spaßig, nur leider haben wir keine Alligatoren gesehen. Nach Atlanta haben wir dann wieder um die 10 Stunden gebraucht und sind müde ins Bett gefallen.

Everglades

Everglades

An unserem letzten Tag haben wir den Stone Mountain Park besucht. Ein Park in dem ein riieeeesiger Stein liegt, in den ein Gebilde gemeißelt wurde – ähnlich wie Mount Rushmore. Auf dem Weg zum Flughafen hat mir eine Voicemail dann verraten, dass mein Flug gecancelt wurde. Aufgrund des Schneesturms in Chicago wurden sämtliche Flüge nach Chicago gestrichen. Allerdings hat der nette Herr der Airline dann doch noch einen Flug über Charlotte gefunden. Das lag zwar in einer ganz anderen Richtung, aber besser als gar nicht nach Hause kommen. Denn mir wurde schon gesagt, ich solle so schnell wie möglich fliegen, denn wegen des Wetters kann es sein, dass die nächsten zwei Tage gar keine Flieger mehr in den Norden gehen würden. So bin ich anstatt der 1:20 h nach Chicago, erst einmal eine Stunde nach Charlotte geflogen und war somit in einem neuen Bundesstaat, Nr. 14 juhu :D. Nach weiteren 2 Stunden Wartezeit ging es dann ins Flugzeug. Als ich auf meinem Platz saß, war ich auch echt froh, da ich echt bedenken hatte, ob die überhaupt noch fliegen. Da das natürlich noch nicht genug Aufregung war, kam auch noch eine Dame von der Airline und sagte mir, dass mein Ticket nicht gültig sei, da es von der anderen Airline umgebucht wurde. Da war ich dann schon echt kurz vorm heulen und dachte, das kann jetzt echt nicht wahr sein. Nun sitze ich schon im Flieger und die wollen mich wieder rausschmeißen. Letztendlich haben sie dann aber noch einen Platz für mich gefunden und es ging dann endlich nach Hause. Nachdem ich 2 Stunden am Gepäckband auf meinen Koffer gewartet hatte, stoppte dann auch das Band und es war klar – KOFFER WEG. Schlimmer konnte es dann ja auch nicht mehr kommen. Mitten in der Nacht musste ich mich dann auch noch in der Schlange anstellen, wo man seinen Koffer als verschwunden melden konnte. Allein in Chicago von einer Airline standen ca. 200 Koffer einfach mal rum, da sie falsch angekommen waren. Ein totales Chaos. Nach zwei Tagen wurde dann mein Koffer endlich geliefert. Ende gut, alles gut.

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Take 12 – Vorweihnachtszeit in Amerika

‚Morgen ist Weihnachten‘
It's Christmas!

It’s Christmas!

… das hat meine Gastschwester Kiki zu mir an Thanksgiving gesagt. Und wie wahr es doch ist. Seit dem Tag nach Thanksgiving spielen alle Läden und Radios Weihnachtsmusik. Es gibt sogar einen eigenen Radiosender, der 24h am Stück Weihnachtssong spielt. In den Malls sitzen Weihnachtsmänner, die die Wünsche der Kinder entgegen nehmen. Überall wünschen sich Menschen schon Merry Christmas.Und auch einiger Häuser sind bunt dekoriert. Mein Favorit ist allerdings das gleiche Haus, was auch schon zu Halloween verrückt dekoriert war. Dieses Mal winkt einem allerdings Santa zu, Engel spielen Trompete und in den Fenstern laufen Videos von Santa und seinen Engeln. Zudem werden sämtliche Partys geschmissen, wie Ugly Christmas Sweater oder Ornament Partys. Während Tobi zu Besuch war, waren wir auf einer Ugly Christmas Sweater Party von den Leuten auf dem Deutschclub meines Colleges.

Christkindlmarket Chicago

Christkindlmarket Chicago

Außerdem gibt es in Chicago einen Christkindlmarket – ja richtig – genauso heißt der Weihnachtsmarkt. Die Stände sind hauptsächlich aus Deutschland importiert und es gibt Reibekuchen, Glühwein aus Nürnberg, handgemachte Weihnachtsdekorationen und mein Favorit: das Candy House :) Ich dachte ich bin im Paradies. All die leckeren Weihnachtssüßigkeiten, Gebrannte Mandeln, Kinderschokolade, Katjes, Haribo, Milka, Ritter Sport und und und. Wenn es nicht so schweineteuer gewesen wäre, hätte ich den ganzen Laden aufgekauft. Leider hat jedoch eine Packung Kinderschokolade 6,50 $ gekostet. Unverschämt.

Unser Weihnachtsbaum steht und auch die Geschenke liegen schon alle bereit. Außerdem habe ich meinen eigenen Socken am Kamin bekommen. :) Also Weihnachten kann kommen – ich freue mich sehr darauf und bin ganz gespannt wie es wird.

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Take 11 – Besuch aus der Heimat & Thanksgiving

Erster Besuch aus Deutschland

Am 22. November ist Tobi dann für 2,5 Wochen eben eingeflogen. Sein halber Koffer war voll mit Mitbringseln und Weihnachtsgeschenken aus der Heimat – in diesem Sinne nochmal DANKE an alle!

So haben wir uns am ersten Wochenende gleich mal auf nach Chicago gemacht. Dort pfiff allerding ein ziemlich kalter Wind (-10 Grad) und deshalb mussten wir uns alle halbe Stunde auf einen Kaffee retten. Sowieso haben wir den Umsatz bei Starbucks in den 2,5 Wochen richtig angekurbelt. Ich habe nun die komplette Christmas-Karte durch. Wir haben uns natürlich alle Touristellen angeschaut, Millennium Park, Navy Pier, Buckingham Fountain, Michigan Ave, John Hancock Tower,…

Da ich am Dienstag noch für einen Kurs ins College musste, konnte ich Tobi also auch mein tolles College zeigen. :) Den Rest der Woche hatte ich dann allerdings frei, da ja am Donnerstag Thanksgiving war. Am Mittwoch sind wir dann nochmal nach Chicago rein und waren im Shedd Aquarium. Das war wirklich total toll.

Mein erstes Thanksgiving
November

November

Am Donnerstag haben wir dann gemeinsam mit meiner Hostmum Susan das Thanksgiving-Essen vorbereitet. Natürlich gab es einen Truthahn und ganz viele typische amerikanische Beilagen. War ziemlich lecker, und da der Truthahn so riesig war, hatten wir auch zwei Tage darauf noch etwas zu Essen. Während des Abends kamen dann immer mehr Leute vorbei, dass wir am Ende um die 16 Leute waren. Wir haben dann alle zusammen Apples to Apples gespielt, was ein super lustiges Spiel ist und nebenbei auch ziemlich gut zum Englischlernen funktioniert. Jeder Spieler hat 7 Karten auf der Hand, die alle Nomen zeigen (Orte, Personen, Geschichtliche Ereignisse, usw.). Der der dran ist, zieht eine Karte von einem anderen Stapel, welcher Karten mit Adjektiven enthält. So muss man dann immer die Karte ablegen, die der jeweilige Spieler, der gerade dran ist, mit dem Adjektiv verbinden würde. Dabei kommen manchmal sehr lustige Sachen heraus.

Am Freitag nach Thanksgiving – auch BLACK FRIDAY genannt – haben wir uns dann durch die Outlet und Shopping Malls gekämpft. Damit wäre auch der nächste Punkt auf meiner To-Do-Liste abgehakt. Am Black Friday gibt es unheimlich verrückte Deals und alle Amerikaner, verrückt wie sie sind, rennen los und stehen teilweise stundenlang in der Schlange vor einem einzigen Shop um einen guten Deal zu bekommen. Teilweise sind die kompletten Stores 50% reduziert. In der ersten Outlet Mall haben wir 30 Minuten warten müssen, bis wir überhaupt einen Parkplatz ergattern konnten. Es gibt dann auch noch den Cyber Monday, um das ganze noch über ein langes Wochenende zu erweitern. Aber die Strategie funktioniert, alle kaufen sich dumm und dämlich. Mittendrin: Tobi und ich. Und überhaupt haben wir ganz viel überall geshoppt und ziemlich gute Deals gemacht. Das muss ich den Amerikanern ja lassen, Shoppen kann man hier richtig gut!

Roadtrip St. Louis
Dezember

Dezember

Am Sonntag nach Thanksgiving haben wir uns dann mit dem Auto auf nach St. Louis gemacht. Nach ca. 3 Stunden hatten wir Springfield, die Hauptstadt von Illinois erreicht und dort einen kleinen Zwischenstopp gemacht, um uns das Capitol Building anzuschauen. Nach weiteren 1,5 Stunden haben wir dann St. Louis erreicht. Viel gab es dort allerdings nicht zu sehen, daher sind wir auch nur zwei Nächte geblieben und am Dienstagmorgen wieder zurück gefahren. St. Louis ist bekannt für das Gateway Arch – der Bogen über der Stadt. Außerdem habe ich dort den besten Nachtisch überhaupt gegessen: eine Snickerstorte mit Oreokrustenboden. Da sich St. Louis schon im nächsten Bundesstaat befindet, kann ich nun schon 11 Staaten auf meiner Liste abhaken.

Da Tobis Flug dann auch noch gecancelt wurde, nachdem er 4,5 Stunden im kaputten Flugzeug gewartet hat, konnte er dann noch eine Nacht länger bleiben. Worüber wir uns natürlich gefreut haben. Am nächsten Tag kam dann auch gleich alles zusammen, Tobi weg, Stress wegen allem was ich im College nachholen musste und zu guter Letzt ist mir dann auf dem Rückweg vom Flughafen auch noch eine hinten aufs Auto gefahren. Ihr Auto war schon sehr kaputt, meins hatte allerdings nur einen kleinen Kratzer. Glück im Unglück also.

Echt unglaublich wie die Zeit verfliegt. Nun bin ich schon 4,5 Monate hier, unfassbar. Zwei Finals habe ich schon hinter mir: Hip Hop und Mass Media und zwei stehen in den nächsten Tagen noch an. Unterricht haben wir gar nicht mehr. Nun ist das College-Semester echt schon vorbei. Ziemlich traurig wie ich finde, da ich doch eine wahnsinnig tolle Zeit hatte, viel gelernt und tolle Leute getroffen habe. Ich versuche auch während meines Jobs bei Bosch noch meinen Hip Hop Kurs im zweiten Semester zu belegen. Ich hoffe das passt zeitlich alles. :)

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Take 10 – Roadtrip Arizona & Las Vegas

Roadtrip No. 2
Arizona & Las Vegas

Arizona & Las Vegas

Leider hatte ich in letzter Zeit einiges zu tun, daher seid mir nicht böse, dass der Beitrag etwas verspätet kommt. Nun ging es Mitte November also auf den nächsten großen Roadtrip. Folgende Route hatten wir uns ausgesucht: Phoenix – Tucson – Phoenix – Grand Canyon – Las Vegas – Phoenix.

Am Freitagmorgen wurde ich von zwei anderen Teilnehmern abgeholt und dann haben wir uns auf den Weg zum Flughafen Chicago gemacht. Der Flug dauerte auch nicht allzu lange, aber ich konnte noch etwas Schlaf nachholen. Es war doch noch recht früh am Morgen. Vom Flughafen wurden wir von einem PPP’ler abgeholt und los ging auch schon unser Roadtrip. Die erste Station war der riesige Flugzeugfriedhof in Tucson. Auf dem Weg hat man dann schon ein ganz anderes Amerika kennengelernt. Die Gegend um Chicago ist Deutschland doch sehr ähnlich, Arizona ist allerdings das komplette Gegenteil. Die Landschaft ist teilweise schon sehr bergig, aber nicht so wie wir es kennen. Die Landschaft ist sehr trocken und besteht mehr aus Sand und riesigen Kakteen. Zudem war es natürlich auch etwas wärmer als in Chicago. Nach zwei Stunden Fahrt sind wir angekommen und haben uns den riesigen Flugzeugfriedhof angeschaut. Es war echt beeindruckend wie viele alte und einfach wie viele Flugzeuge allgemein dort stehen. Im Anschluss haben wir uns dann wieder auf den Rückweg gemacht und sind abends noch etwas durch Phoenix Downtown geschlendert.

Arizona

Arizona

Am nächsten Morgen ging es dann los Richtung Grand Canyon. Auf dem Weg haben wir uns noch einige Sehenswürdigkeiten angeschaut. Unter anderem haben wir uns das Montezuma Castle angeschaut, welches in einer Höhe von 30m in den Fels gehauen wurde. Wirklich beeindruckend wie die Menschen das mit eigener Kraft gebaut haben. Aber auch einfach die Landschaft auf dem Weg zum Grand Canyon ist einfach toll, wie man es aus den Wildwest-Filmen kennt. Das Highlight des Tages und für mich auch des ganzen Trips war dann aber doch der Grand Canyon. Nachdem wir geparkt hatten, sind wir darauf zugelaufen und auf einmal lag diese wahnsinnige Landschaft einfach so vor mir. Das Einzige was mir durch den Kopf gegangen ist, war HOLY SHIT! Der Grand Canyon ist nicht groß, nein, wie die Amerikaner sagen würden, es ist einfach infuckingcredible riesig. Diese Landschaft hat mich wirklich umgehauen. Und am Rand der Klippe zu stehen und zu sehen wie tief es dort herunter geht, ist einfach ziemlich unglaublich und unwirklich. Jeder der den Grand Canyon noch nicht gesehen hat, dem kann ich nur raten sich diese Landschaft anzuschauen. Wenn man das nicht gesehen hat, weiß man nicht was Größe ist. Ein beeindruckendes Erlebnis. Aufgrund unseres perfekten Timing haben wir dann noch leicht den Sonnenuntergang am Grand Canyon miterleben dürfen – einfach wunderschön.

Im Anschluss ging es dann jedoch noch weiter nach Las Vegas. Dort kamen wir recht spät an, haben es uns aber nicht nehmen lassen bei Nacht durch Las Vegas zu laufen. Dies Stadt ist wie ein riesiger Spielplatz. Man nimmt Las Vegas nicht wirklich wie eine reale Stadt wahr, sondern eher wie ein Amusementpark. Die Stadt besteht aus lauter Hotels, in denen sich immer ein Casino befindet und meist noch Discotheken und Shows. Die Casinos sind teilweise so riesig, dass man sich darin echt verlaufen kann.

Am Sonntag haben wir uns das ganze dann noch einmal bei Tageslicht angeschaut. Und zufälligerweise fand an dem Sonntag ein riesiger Marathon statt und es war doch relativ viel los auf den Straßen. Und natürlich sind wir auch beim Bellagio gewesen und haben uns die Wasserfontänen angeschaut, à la Oceans 11. Während des Tages und auch noch einmal im Dunkeln sind wir auf den Stratosphere Tower gegangen, von dem man einen wunderbaren Blick über Las Vegas und die Umgebung hat. Echt verrückt, denn auf diesem Aussichtsturm gab es drei verschiedene Fahrgeschäfte. So etwas kann es auch nur in Amerika geben. Am Abend ging es in einem Club wo Tiesto aufgelegt hat, falls jemandem das etwas sagt. Nicht wirklich mein Geschmack, aber es war ganz ok. Für Elektrofreunde, wäre es wahrscheinlich fantastisch gewesen. :)

Am Montag haben wir uns dann wieder auf den Rückweg gemacht und so schnell wie die Zeit hier verfliegt, war auch dieses tolle Wochenende wieder vorbei und der ‚Alltag‘ im College ging weiter.

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Take 9 – Halloween & Job

Halloween in den USA
Halloween Pumpkin

Halloween Pumpkin

Am 31. Oktober war Halloween angesagt. Zusammen mit meiner kleinen Gastschwester Jess habe ich Kürbisse ausgehöhlt und geschnitzt. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Viele Häuser in der Nachbarschaft waren total verrückt dekoriert und an Halloween liefen ziemlich gruselige Figuren durchs College. Ich verstehe gar nicht wieso es in Europa nicht wirklich gefeiert wird, denn es ist schon ziemlich lustig. Außerdem gibt es überall Süßigkeiten umsonst- also definitiv etwas was wir in Deutschland auch einführen sollten. Nach meinem Marketingkurs bin ich mit zwei Freunden aus dem Hip Hop Kurs auf einer Halloween House Party gegangen. Auch wenn wir so spontan kein Kostüm mehr auftreiben konnten. war es doch ein lustiger Abend. Da nun ja aber Halloween feiern mit Kostüm auf meiner To-Do-Liste steht, wollten wir mit mehreren PPP’lern am Samstag auf eine Halloween Party in Chicago gehen. Am Freitag war ich deshalb mit Ramona in der 10 Minuten entfernten Woodfield Mall shoppen. Wir haben 8 Stunden dort verbracht und dafür gar nicht so viel gekauft. Der Hauptgrund war ja mein Halloweenkostüm. Ich habe mich für Batwomen entschieden. Leider gibt es allerdings kein Foto, da es dann doch keine Halloween Party mehr gab. Die waren alle am Wochenende zuvor und leider haben wir da eine falsche Info bekommen. Zu schade, aber wir sind dann trotzdem zusammen feiern gegangen und hatten einen tollen Abend.

Finding a Job & was sonst so passiert ist…

Zudem war ich am Wochenende nach Halloween mit Cate, Ramona und ihren zwei Gastschwestern zum Laser Tagging. Das hat sooo viel Spaß gemacht, aber danach war ich komplett fix und fertig. Das nenn ich mal Workout. Am Sonntag waren wir alle gemeinsam bei der Tante meiner zwei Gastschwestern zum Dinner eingeladen, da Kathy – das ehemalige Aupair meiner Familie – aus Deutschland zu Besuch war.

Macklemore Concert

Macklemore Concert

Am Montag ging es dann zusammen mit Renke und Ramona aufs Macklemore Konzert. Es war „awesome“ und wieder ein Punkt der von meiner To-Do-Liste abgehakt werden kann. Die restliche Woche verging wie immer. College & Volunteer Work im Kindergarten. Ich muss 40 Stunden gemeinnützige Arbeit hier machen, was Teil des Programms ist. So bin ich nun Dienstags und Donnerstags im Child Learning Center an meinem College und spiele mit 3-4 jährigen Kindern. Das macht total Spaß, denn die Kinder sind richtig niedlich. Am letzten Freitag war ich dann mit Kathy und Susan im Casino – schon mal üben für kommendes Wochenende. Leider habe ich 20 Dollar verloren. Mist. Naja, ich hoffe das wird in Vegas besser ausfallen.  Am Sonntag bin ich mit Kathy, Susan (Gastmum), Kiki und Jess (Gastschwestern) nach Long Groove gefahren. Das ist ein total niedliches altdeutsches Dorf mit kleinen Shops – von Weihnachtsdekoration, Schmuck und Möbeln über Süßigkeiten, Popcorn und Klamotten ist alles dabei.

Heute hatte ich mein erstes und letztes Vorstellungsgespräch in den USA bei Bosch. Und ich habe den Job direkt bekommen. Nun werde ich Anfang Januar als Eventmanager bei Bosch anfangen und die Marketingabteilung bei der Umsetzung verschiedener Veranstaltungen unterstützen. Meine Aufgabe wird es unter anderem sein, neue Veranstaltungskonzepte zu entwickeln, die nach meinen 6 Monaten bei Bosch weitergenutzt werden können. Da die Veranstaltungen in diversen Orten der USA stattfinden werden, werde ich wahrscheinlich auch mitreisen können. Ich bin schon ziemlich gespannt und freue mich sehr, dass ich direkt eine Zusage bekommen habe. Denn ein Vorstellungsgespräch in einer anderen Sprache ist dann doch noch etwas anderes. Die Jobsuche war nun doch schon immer im Hinterkopf, dass man unter dem Druck steht einen Job zu finden. Nun kann ich die restliche Collegezeit einfach genießen.

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Take 8 – Touriprogramm & Birthday Weekend

Wochenende vor 2 Wochen

Vorletztes Wochenende war Mandy zu Besuch (eine Teilnehmerin aus Tennessee) und wir haben 3 Tage Touriprogramm auf die Beine gestellt. Im wahrsten Sinne des Wortes, haben wir unsere Beine am Ende des Wochenendes auch kaum noch gespürt. Typisch deutsch haben wir natürlich ALLES zu Fuß abgeklappert. Dazu muss man sagen: Vorurteil stimmt. Amerikaner erledigen ALLES mit dem Auto (außer Post reinholen und Mülltonnen reinbringen). Wenn man zu Fuß durch die Gegend spaziert, wird man komisch angeschaut. Allerdings ist Joggen hier dagegen ganz groß – vor allem in Downtown. Egal wo man hinschaut wird gejoggt. Vor allem am Wochenende als Mandy zu Besuch war, denn da fand ein riesen Marathon durch ganz Chicago statt und die halbe Stadt war für Autos gesperrt.

Am Freitag haben wir uns nach einigen Kommunikationsschwierigkeiten (wir hatten vergessen die amerikanischen Telefonnummern auszutauschen) auch dann endlich gefunden. Wir starteten am Freitag mit einem Marathonshopping durch die Michgan Ave & den Water Tower. Auf dem Weg dorthin schauten wir im Millennium Park vorbei.

Am Samstag ging es dann wieder zu Fuß am Buckingham Fountain vorbei Richtung Field Museum. Ich bin eigentlich nicht so der Museumstyp, aber das Museum war wirklich toll. Leider haben wir sehr langsam angefangen und uns all etwas zu genau angeschaut und nur 1/3 des Museums sehen können und einen großen Teil auch nur im Schnelldurchgang. Da wir morgens einen Zug verpasst hatten und der zweite Verspätung hatte uuuund wir aufgrund des Marathons einen rieeesigen Umweg machen mussten, hatten wir nur 3,5 Stunden übrig für das Museum. Daher werde ich auf jeden Fall noch ein zweites Mal dorthin gehen um mir dann auch den Rest anzuschauen. Da meine Hostmum Susan am Samstag Geburtstag hatte, gab es abends lecker deutsches Essen (von Don gekocht). Es war total lecker und die Spätzle schmeckten wie zu Hause.

Am Sonntag starteten wir unseren letzten Tag dann beim Navy Pier. Auf dem Weg dorthin haben wir allerdings eine ziemlich tolle Shoppingstraße gefunden, woraufhin wir beschlossen den Rest des Tages dann den zweiten Shoppingmarathon zu starten. Am Abend haben wir mit Susan und Don ‚Keinohrhasen‘ geschaut – auf Deutsch mit englischen Untertiteln. Den Film hatte ich als Gastgeschenk mitgebracht und er hat ihnen auch sehr gut gefallen. Obwohl ich schon etwas verwundert war, dass sie Til Schweiger nicht kannten. Skandal! :)

Letztes Wochenende
Birthday Falko

Birthday Falko

Am vergangenen Wochenende war dann ein anderer Marathon angesagt, und zwar der Birthday Marathon. Am Donnerstagabend kamen Jacky und Arne zu Besuch und am Freitag sind wir dann gemeinsam mit Ramona nach Wisconsin gefahren. Da wir noch etwas Zeit hatten, haben wir uns Milwaukee angeschaut – eine wirklich schöne Stadt. Wir sind am River Walk entlang gelaufen und hatten auch noch ziemliches Glück, denn da es schon spät war, sind wir umsonst für eine halbe Stunde ins Museum gekommen. Auf dem Rückweg zum Auto (was wir am Eingang der Parkgarage abgeben mussten und dann für uns geparkt wurde) wärmten wir uns mit einem Kaffee bei Starbucks auf. Lustigerweise war da so ein Typ, der mir total bekannt vor kam. Als wir dann gerade rausgehen wollten, kam ein anderer Typ und hat ihm nach einem Autogramm gefragt. Der Name sagte uns allerdings immer noch nichts: Thommy Davidsen. Nachdem Jacky ein Foto mit ihm gemacht hatte, konnten wir dann auch unseren Fahrer aus der Parkgarage fragen, wer es sei. Thommy Davidsen ist wohl ein relativ bekannter amerikanischer Schauspieler, der hauptsächlich in Komödien mitspielt. Im Anschluss an unsere Sightseeing Tour durch Milwaukee sind wir zu Renke’s (auch PPP’ler) Geburtstagsfeier nach Racine gefahren. Am Samstag stand dann die zweite Geburtstagsfeier von Falko an, wo sogar 15 PPP’ler vertreten waren. Dieses Mal allerdings in Chicago Downtown. Nach zwei gelungenen Abenden war am Sonntag allerdings nichts mehr geplant. Zudem hatte ich einen Haufen Hausaufgaben nachzuholen. Ja das Collegeleben ist schon stressig. :)

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Take 7 – Roadtrip No.1

7 People, 4 Days, 1.300 Miles, 2 Countries, 6 States, 6 Cities.

Unsere Route führte uns also durch sieben Bundesstaaten der USA (Illinois – Indiana – Ohio – Pennsylvania – New York – Michigan) und Kanada zu 6 Städten (Cleveland, Buffalo, Niagara Falls, Toronto, Detroit & Chicago).

Die Jungs haben mich und Arne am Freitagmorgen in Itasca abgeholt und dann ging es los Richtung Cleveland. Dort war der erste Zwischenstopp für den Nachmittag geplant. Die Fahrt war lustig und natürlich nicht wirklich langweilig, da man sich viel zu erzählen hatte – schließlich hatten wir uns alle seit New York nicht mehr gesehen.

Nach ca. 5 Stunden Fahrt kamen wir dann in Cleveland an. Wir sind dann ein wenig durch die Stadt gekurvt und haben unsere eigene Stadtrundfahrt gemacht und all das mitgenommen, was uns so entgegen kam. Natürlich wollten wir dann noch kurz ans Wasser um dort ein paar schöne Fotos zu schießen. Also parkten wir nahe des Rolling Stones Museums und liefen dann zu Fuß ans Wasser. Während wir gerade dabei waren ein Gruppenfoto vor dem Museum zu machen, konnten wir es kaum glauben, wer von weitem angelaufen kam. Vier weitere Teilnehmer des Programms hatten sich zufälligerweise eine ähnliche Route vorgenommen. Das wusste ich zwar, aber nicht, dass sie auch in Cleveland halten wollten. Da sind wir 75 Teilnehmer, untergebracht in fast allen der 50 Bundesstaaten und zufälligerweise trifft man einfach mal auf 4 CBYXer, in einer Stadt die man nur für eine Stunde besucht. Unfassbar wie klein die Welt doch ist. Im Vorbereitungsseminar haben uns die Ehemaligen schon immer solche Stories erzählt, aber ich habe es nie wirklich glauben können. Aber ich wurde vom Gegenteil überzeugt.

Da wir etwas unter Zeitdruck waren, ging es dann auch schon nach kurzer Zeit weiter Richtung Buffalo. Nach weiteren 5 Stunden Fahrt kamen wir dann in Buffalo an. Dort kamen dann noch die zwei Mädels zu unserer Gruppe dazu, sodass wir letztendlich mit sieben Leuten weiterreisten. Die Nacht verbrachten wir dann bei einem alten Schulfreund des Opas eines Teilnehmers, der mit 26 in die USA ausgewandert war und in der Nähe von Buffalo wohnt. Zum Abendessen gab es dann lecker Bratwurst im Brötchen und dazu Salat. Sehr lecker :) Wir saßen dann noch sehr lange zusammen und sind dann gegen halb 3 ins Bett gegangen. Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück um 8 auch schon weiter Richtung Niagara Falls. Die Zeit musste ja schließlich genutzt werden – Schlafen kann man, wenn man tot ist. Nach dem Überqueren der Grenze zu Kanada war es dann auch nicht mehr weit. Und da waren wir – die Niagara Fälle. Wassermassen bei denen man denkt: wo zum Teufel kommen die her und wo geht das ganze Wasser nur hin. Es war sehr beeindruckend und hat sich wirklich gelohnt. Das Wetter hat leider nicht ganz so gut mitgespielt, daher haben wir uns auch gegen eine Bootstour entschieden.

Am Nachmittag fuhren wir dann weiter nach Toronto. Toronto ist eine wunderschöne Stadt. Nachdem wir in Downtown angekommen waren, haben wir erst einmal die Gegend erkundet und sind durch die Stadt gelaufen. Überall in der Stadt waren derzeit seltsame Kunstaustellungsstücke aufgebaut, daher hatten wir an jeder Ecke etwas zu gucken. Irgendwann sind wir dann in einer Gegend gelandet, die haargenau aussieht, wie das Bremer Viertel. Überall gab es kleine Läden und Restaurants. Auf dem Weg zum CN Tower sind wir dann noch kurz durch Chinatown gelaufen. Wir hatten den Besuch auf dem CN Tower so geplant, dass wir den Ausblick bei Tageslicht & bei Nacht genießen konnten. Der Ausblick war schon schön, allerdings war das Ticket mit 36 Dollar unheimlich teuer und aufgrund der Fenster & der Gitter draußen, war es schwierig tolle Bilder hinzubekommen. Im Anschluss sind wir dann noch etwas Essen gegangen und zum Hotel gefahren. Obwohl wir alle ziemlich kaputt von der langen Fahrt am Vortag waren, beschlossen wir noch in Toronto feiern zu gehen. Es war ein gelungener Abend und hatte sich wirklich gelohnt doch nochmal los zu gehen.

Am Sonntag ging es dann mehr oder weniger schon wieder auf den Rückweg. Nach ca. 5 Stunden machten wir dann einen Zwischenstopp in Detroit. Mein Hostdad Don hatte mir zwar schon gesagt, dass die Stadt nicht sehenswert war, aber wir wollen uns selbst davon überzeugen. Tja, und ich kann ihm nur zustimmen. Detroit hat nichts tolles zu bieten und ist mehr oder weniger eine Art Geisterstadt – total ausgestorben, kein Mensch auf der Straße. Zum Mittag haben wir dann aber noch das Hard Rock Café gefunden und konnten uns für die Weitereise stärken. Natürlich haben wir uns es aber auch nicht nehmen lassen, einmal die 8 Mile entlang zu fahren – ohne anzuhalten, denn davon wurde uns dringend abgeraten. Jeder der den Film 8 Mile gesehen hat, weiß wieso.

Am Abend kamen wir dann endlich an unserem Hostel in Chicago an. Es war nicht die schönste Unterkunft, aber für eine Nacht gerade so auszuhalten und mit 20 Dollar pro Person annehmbar. Nachdem wir uns kurz frisch gemacht hatten, ging es dann hoch auf den Hancock Tower, die wunderbare Aussicht über eine der schönsten Städte der Welt zu genießen – und das dieses Mal fast umsonst. Denn oben auf dem Hancock Tower gibt es eine ziemlich schöne Bar, in die man keinen Eintritt zahlen muss. Und die beste Aussicht hat man von der Damentoilette. Im Anschluss fuhren wir dann noch an einen Steg um die Skyline bei Nacht anzusehen. Das war wirklich wunderschön. Am nächsten Morgen schauten wir uns dann noch den Millennium Park, den Navy Pier und den Strand an. Leider hatten wir etwas Pech und kamen immer eine Minute zu spät zum Parkautomaten und haben bestimmt um die 60 Dollar für Parken für den halben Tag ausgeben müssen. Ja die Preise sind hier verdammt teuer – für eine Stunde wird da gerne mal 12-20 Dollar genommen.

Leider mussten wir uns dann auch nach einem super tollen Wochenende wieder verabschieden. Es war aber ein unvergesslicher Trip!

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Take 6 – Wochenende & College

Erstes Footballgame & Neues vom College
Football Naperville

Football Naperville

An meinem letzten Wochenende habe ich recht viel unternommen. Am Freitag konnte ich meinen ersten Punkt von meiner To-Do-Liste streichen. Zusammen mit zwei PPP’lern (Cate & Ramona) haben wir uns unser erstes Football-Spiel angeschaut. Es war das Homecoming Game der High School von Ramona’s Gastschwestern in Naperville. Um die Football Mannschaft in Naperville zu unterstützen, haben wir uns natürlich auch alle in rot gekleidet. Als wir ankamen, war schon total viel los und die Ränge der Gastgebermannschaft fast voll. Nachdem wir einen guten Platz ergattert hatten, mussten wir natürlich traditionell erst einmal ein Hotdog essen. Ehrlich gesagt kamen wir uns während des gesamten Spiels vor wie in einem amerikanischen Highschool Film. Es ist genauso wie man es sich vorstellt! Die Gastschwester von Ramona hat uns während des Spiels versucht die Regeln zu erklären und ich glaube die Basics haben wir mittlerweile verstanden. Zumindest weiß ich nun genau was ein Touchdown ist -glaube ich zumindest. Das Spiel bestand aus vier Spielzeiten à 15 Minuten. Rechnerisch müsste das Spiel dann nach einer Stunde vorbei sein. Da aber nach jedem Spielzug teilweise die komplette Mannschaft wechselt (Offensive, Defensive, Special Situations) und die Zeit gestoppt wird, dauerte es ungefähr 3 Stunden. In der Halbzeit gab es dann eine Show der Cheerleader, der Band, und des Flag-Teams.

Am Samstag habe ich tagsüber sehr viel Hausaufgaben machen müssen. Am Abend ging es dann zu Cate nach Palatine. Dort fand ein Oktoberfest statt, welches wir kurz besucht haben. Danach haben wir uns noch ein paar Serien angeschaut und ein, zwei Gläschen Sekt (ja es gibt hier überteuerten Asti, juhu!) getrunken.

Brookfield Zoo

Brookfield Zoo

Da wir am nächsten Morgen mit Cates Gasteltern in den Brookfield Zoo wollten, sind Ramona und ich über Nacht geblieben. Am Sonntag ging es dann in den Zoo. Es war ein echt toller Tag, denn ich kann mich nicht mehr daran erinnern, das letzte Mal in einem großen Zoo gewesen zu sein. Am Abend habe ich mich dann mit Allie & Exvonte aus meinem Hip Hop Kurs im Kino getroffen. Wir haben den neuen Tanzfilm „Battle of the Year“ gesehen. Nachdem Tag war ich dann aber auch fix und fertig und froh ins Bett fallen zu können.

Am Dienstag fing meine Late-Start-Class an: Mass Communication. Der Lehrer ist noch sehr jung – wir sind seine erste Klasse – daher scheint er noch sehr motiviert zu sein. Der erste Eindruck des Kurses war auf jeden Fall sehr gut. Ich bin gespannt was noch alles auf mich zukommen wird. Was ich schon befürchtet hatte, wir müssen auch in diesem Kurs 2 Kapitel die Woche lesen, d.h. nun muss ich rund um die 100 DinA4 Seiten in der Woche lesen (und übersetzen) neben den restlichen Hausaufgaben. Momentan bin ich wirklich in jeder freien Minute dabei Hausaufgaben zu machen. Damit ich abends auch mal abschalten kann, fange ich jeden Morgen um 8 an meine Lektüre zu lesen. Und wenn man dann mal am Wochenende verreisen will, wird es wirklich eng alles unter der Woche zu schaffen. Naja ich will mich ja nicht beschweren – immerhin habe ich Montags & Freitags ja komplett frei. :)

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Take 5 – Everyday life

Wie die Zeit verfliegt – kaum zu glauben.

Nun bin ich schon seit 6 Wochen in den United States of America und so langsam schleicht sich dann auch der Alltag ein. Die ersten wichtigen Erledigungen sind geschehen und nun steht erst einmal ‚nur noch‘ die Jobsuche an.

Mein erstes Feiertagswochenende – Labor Day Weekend –  habe ich hauptsächlich mit Sophie verbracht. Eigentlich hatten wir geplant am Freitag an den Strand zu fahren. Aber ihr kennt ja meine Geschichten – alles endete wieder anders als gedacht. Wir haben uns nach langer Suche dann auch endlich in der Union Station in Chicago gefunden und dachten es wäre ja ganz nett zum Strand zu laufen, da es ja nicht so weit sein konnte. Tja, falsch gedacht. Nach einem zweistündigen Spaziergang durch Chicago sind wir dann auch endlich am Strand angekommen. Wir haben die Größe der Stadt dann wohl doch etwas unterschätzt. Nun wollten wir also gerade unser Handtuch ausbreiten, doch bevor es den Boden berührte, teilte uns ein Life Guard mit, dass der Strand nun aufgrund eines Gewitters geschlossen wird. Wir dachten echt, es kann nur ein Scherz sein. Wir setzten uns dann neben dem Strand ans Wasser, beschlossen jedoch nach den ersten Blitzen uns lieber in ein Café zu setzen. Gerade dort angekommen, fing es dann auch schon an heftigst zu regnen, zu donnern und zu blitzen. So steckten wir dort für 2 Stunden fest und unser Strandtag war im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen. Durch verschiedenste Gründe verpasste ich dann meine nächsten beiden Züge, die ich eigentlich nehmen wollte und wir beschlossen etwas zu essen. Wir landeten letztendlich in einem wirklich coolen irischen Restaurant. Am Samstag war mein Gastbruder Erik zu Besuch, der nur selten in Itasca ist, da er in Macomb an der Western Illinois University studiert. Wir waren dann zusammen in einer riesigen Mall in Schaumburg und haben ein wenig geshoppt und etwas gegessen. Am Nachmittag sind wir dann gemeinsam mit seinem Kumpel nach Indiana in ein Casino gefahren. Es war mein erster Casinobesuch und es hat wirklich Spaß gemacht. Das wird nicht das letzte Mal gewesen sein. Am Abend haben wir uns dann beim Top Golf mit seinen Freunden getroffen. Da ja am Montag Labor Day war, bin ich am Sonntagabend mit Sophie in der Vertigo Sky Lounge feiern gegangen. Es ist eine wirklich coole Location mit In- und Outdoorbereich mitten in Chicago. Am Montag bin ich dann wieder zurück nach Hause gefahren und habe mich um meine Hausaufgaben gekümmert.

Architectal Tour Chicago

Architectal Tour Chicago

Das darauffolgende Wochenende war ziemlich ‚deutsch‘ – naja eher bayrisch. Am Freitag bin ich mit zwei PPP’lern aus Bayern in Chicago gewesen um es noch einmal mit dem Führerschein zu probieren. Wir sind leider gnadenlos gescheitert. Trotz des blöden Tagesbeginns, hatten wir dann noch einen richtig tollen Tag in Chicago. Wir haben bei Bubba Gump Shrimp & Co. zu Mittag gegessen, während uns der Kellner immer wieder Fragen zum Film gestellt hat. Danach sind wir etwas am Navy Pier herumspaziert und haben dann eine Architectal Tour auf dem River durch Chicago gemacht. Das war wirklich total klasse.

 

Oktoberfest Itasca

Oktoberfest Itasca

Und abends ging es dann so richtig los mit dem bayrischen Part des Wochenendes. Denn in Itasca und auch in Chicago gab es diverse Oktoberfeste. Ja richtig verstanden – Oktoberfest in Amerika. Nachdem ich dort gewesen bin, wundert mich auch nicht mehr wirklich, dass alle Amerikaner denken wir sind alle Bayern in Trachten, tanzen komische Tänze zu komischer Musik und mögen alle viel Bier. Es war für mich eher etwas lächerlich, aber die Amis mögen es. So war ich am Freitagabend dann auf dem Oktoberfest in Itasca und am Sonntag mit dem ChicagoStammtisch auch noch einmal in Chicago. Der ChicagoStammtisch ist eine sehr coole Sache, denn es treffen sich dort alle 4-6 Wochen Deutsche die nach Amerika gegangen sind mit Amerikanern, die mal eine Zeit in Deutschland verbracht haben. Darunter waren natürlich auch viele amerikanische Teilnehmer des Programms. Wir haben uns im German Viertel getroffen und zum Mittag gab es dann lecker Kartoffelpuffer mit Apfelmus. Natürlich war dann auch der Besuch auf dem German Fest direkt um die Ecke Pflicht.

Nach langem hin und her haben wir letztendlich nun doch alle ein neues DS-2019 erhalten. Mit diesem Dokument war es am letzten Freitag dann auch nur eine Sache von 60 Minuten Wartezeit, 30 Dollar und einem Foto und ich hatte meine Illinois Drivers License. Nun kann ich mich ohne Probleme ausweisen und in Bars und Clubs gehen. Nach meinem Besuch im DMV bin ich dann nach Macomb zur WIU (Western Illinois University) gefahren um meinen Gastbruder Erik zu besuchen. Der hatte mich eingeladen doch mal vorbei zukommen. Und wieder ist etwas passiert, was nur mir passieren kann. Die Fahrt nach Macomb sollte ca. 3,5 Stunden dauern und nachdem ich am Freitag meinen Führerschein morgens noch geholt hatte, bin ich dann gegen 1 Uhr los gekommen. Hier gibt es für diverse Highways eine Maut, die man mit einem iPass (automatisch beim Durchfahren des Tors) oder Cash bezahlen kann. So habe ich mich also auf den Weg gemacht und alles klappte recht gut, bis ich überall Schilder am Straßenrand sah, dass kein Cash erlaubt ist und nur mit iPass gezahlt werden kann. Ich versuchte beim Vorbeifahren das ewig lange Schild komplett zu lesen, kam aber nie bis zum Schluss. Irgendwann kam dann auch noch eine Warnung – letzte Ausfahrt vor iPass Station. Ich hatte dann etwas Panik, da ich ja nun mal keinen iPass hatte und zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, dass man 7 Tage Zeit hat online zu zahlen, falls man aus Versehen durch das Tor fährt ohne einen iPass zu haben. Also beschloss ich die nächste besagte Ausfahrt zu nehmen. Tja, und dann stand ich genau vor dieser Station, die nur mit iPass zu durchqueren ist. Da merkte ich, dass wohl die ganze Zeit die Ausfahrt gemeint war und ich ganz normal auf der Straße hätte bleiben müssen. Ich wusste überhaupt nicht was ich machen sollte und hielt am Straßenrand direkt vor dem Tor und rief Erik an. Der konnte mir allerdings auch nicht wirklich weiterhelfen. So blieben mir also zwei Möglichkeiten: (1) ohne iPass durch die Schranke in die falsche Richtung zu fahren, oder (2) zu warten bis keiner guckt und über den Grünstreifen auf die Auffahrt zur richtigen Straße fahren. Ich entschied mich dann für Variante 2. Nun kann ich nur hoffen, dass dort keine Kameras installiert waren. Kurz danach brauchte ich dann erst einmal eine kurze Pause. Nach fast 5 Stunden kam ich dann also auch endlich mal in Macomb an. Erik wohnt in einem Apartment auf dem Campus und hat noch einen Mitbewohner. Am Abend sind wir dann mit ein paar Leuten zu einer Hausparty von seinem Kumpel gegangen. Und wenn man dort so durch die Straßen läuft, fühlt man sich echt wie in einem amerikanischen Film. Überall, wirklich überall wohnen Studenten, die Hauspartys schmeißen und auf der Veranda sitzen. Ich kann es gar nicht wirklich beschreiben, aber in jeder Straße waren mindestens 10 Hauspartys. Wir waren jedoch nicht wirklich lange bei seinem Kumpel, da es schon recht spät für amerikanische Verhältnisse war (22 Uhr). So sind wir dann weiter in eine Bar gegangen. Wir hatten einen lustigen Abend und ich habe so viele tolle Leute kennengelernt. Es ist wirklich schade, dass es so weit von hier entfernt ist. Am Samstag haben wir dann mehr oder weniger den gesamten Tag angehangen und sind dann abends zu einem anderen Kumpel von Erik und wieder in die Bar. Am Sonntag war dann bei den Männern Football angesagt. So versuchte ich also den ganzen Sonntag mir über die Regeln dieses Spiels klar zu werden, aber so ganz weit bin ich irgendwie nicht gekommen. Da ich noch recht müde war und ich eine lange Fahrt vor mir hatte, beschloss ich erst am Montagmorgen zurückzufahren. Schließlich habe ich ja nicht umsonst montags kein College.

Unter der Woche passiert hier eigentlich nicht all zu viel Spannendes. Es ist mittlerweile mehr oder minder Alltag geworden. Ich besuche meine Kurse, mache meine Hausaufgaben und das war’s. Die nächste große Herausforderung ist nun die Jobsuche. Heute war ich im Career Center im College, um meinen Lebenslauf und mein Anschreiben überprüfen zu lassen. Da dies in den USA doch alles ganz anders aufgebaut wird, habe ich nun noch einiges zu ändern. Und dann heißt es Networking – denn das ist das A und O hier. In den meisten Fällen bekommt meinen einen Job durch Networking und nicht durch eine normale Bewerbung. Insgesamt ist das aber auch gar nicht so schwer, denn ich erzähle einfach jedem, den ich kennenlerne, dass ich einen Job ab Januar suche und fast jeder kennt tatsächlich jemanden, der mir vielleicht helfen kann. So werde ich auf die Kontakte zurückgreifen und mein Glück probieren.

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