Eine Zeitreise | Zurück ins Jahr 2012 Part 2 Die Auswahltagung

Springen wir nun von dem Monat August in den November des gleichen Jahres.

Ich hatte meine Unterlagen also richtig ausgefüllt und wurde zur Auswahltagung in Köln eingeladen. Diese fand am 16.11.2012 statt. Meine Einladung hatte ich ca. 2 Wochen davor per E-Mail erhalten. Was galt es alles vorzubereiten ? Nun zu erst musste ein Zugticket erworben und eine Übernachtungsmögichkeit gefunden werden. Nachdem alle Formalitäten geklärt und die Teilnahme bestätigt wurde, fing ich an, mich auf diese Auswahltagung vorzubereiten. Zukünftigen Bewerbern kann ich nur raten, seid natürlich, freundlich und verstellt euch nicht. Wenn ihr eine Frage einmal nicht beantworten könnt, macht euch nicht verrückt, denn der Gesamteindruck entscheidet. Versucht euer Nichtwissen einfach gut zu überspielen.

Nun zu ein paar Daten die mich beeindruckt haben:

  • Insgesamt 1000 Anfragen
  • 450 eingegangene Bewerbungen
  • 320 Kandidaten wurden eingeladen

Die Auswahltagung begann mit einer in einführenden Informationsveranstaltung. Im Anschluss daran fand unter anderem eine Gruppenarbeit und ein persönliches Gespräch eines jeden Bewerbers/jeder Bewerberin mit einer mehrköpfigen Kommission statt. Die Einzelgespräche wurden in deutscher – und englischer Sprache geführt. Da sich die Auswahltagung über ein Wochenende ( Freitagabend und Samstag ) erstreckt hat, haben die Gruppenarbeiten und die Einzelgespräche am Samstag stattgefunden. Man hat einen Plan erhalten, bezüglich den genauen Uhrzeiten und Orten für die Gruppenarbeit und das Einzelgespräch.
Vor dem Einzelgespräch hatte ich am meisten Bammel. Da man sich zwar über die deutsche- und amerikanische Geschichte informieren konnte, blieb aber dennoch noch eine große Bandbreite an Fragen die einem gestellt werden konnten übrig. Zu folgenden Themen hätten Fragen kommen können:

  •   Fragen zum Deutschen Bundestag
  •   Programmablauf
  •   USA und Deutschland: Geographie, Geschichte, Kultur, Politik
  •   Aktuelle Themen in Presse / Medien
  •   Europa

 

Ich erinnere mich noch sehr genau an mein Gespräch. Es ist wie bei einer Prüfung, man hat seinen Tisch und gegenüber sitzen 4 Prüfer. Man wird hineingebeten. Die Kommission stellt sich vor. Es kamen Fragen z.B. ob man gut angekommen sei oder was man für weitere Pläne dieses Wochenende habe. Außerdem warum man sich für ein USA Jahr beworben hätte und was damit verbunden sei. Eine Frage, die mir bis heute noch im Gedächtnis  geblieben ist, ist was ich mit meiner Austauschfamilie unternehmen würde, wenn diese nach dem USA Jahr für eine Woche nach Deutschland kommt. Puh, was für eine Frage. Doch mir sind dann ein paar gute Dinge eingefallen, wie z.B. die Museen bei uns in der Umgebung, die Hauptstadt, meine Hobbys etc. Womit ich fast gerechnet hatte war, dass ich die umliegenden Länder Deutschlands erklären sollte. Anhand einer Karte konnte ich dies dann auch gut meistern. Eine weitere Frage war, dass ich an einer Flipchart die Umrisse der USA aufmalen sollte. Wie mir jetzt beim Schreiben so auffällt ist, dass ich den Bundesstaat Alaska völlig ausser  Acht gelassen habe. Alaska, dieser Bundesstaat wird mich wohl noch beschäftigen, aber dazu in einem Artikel mehr. Das Fallgespräch war nach ca. 30 Minuten beendet und ich war um 15:00 Uhr fertig.

Nun möchte ich noch etwas zu der Gruppenarbeit erzählen. Wir hatten für die Gruppenarbeit ca.1 Stunde Zeit. Mit einer Gruppe von 6 anderen Bewerbern recht wenig. Man erhält eine Aufgabe, jede Gruppe eine andere. Unsere Aufgabe war es, das PPP an dem College vorzustellen, an dem wir unsere Studienzeit in den USA verbringen werden. Im Nachhinein eine der besseren Aufgaben der beiden Gruppen. Die Hintergründe des PPP´s waren bekannt, die Ziele auch und somit konnten wir gleich mit der Vorbereitung der Präsentation anfangen.  Wir hatten uns sehr gut abgesprochen und wussten wer, wann etwas zu sagen hatte. Somit haben wir eine sehr gute Präsentation abgeliefert. Man muss sich immer bewusst sein, man steht wie in einem Assessment Center immer unter Beobachtung. Versucht konstruktiv und  vorausschauend zu planen, arbeitet  mit und in der Gruppe, dann bekommt Ihr ein sehr gutes Ergebnis.

 

Erläuterungen des PPP-Auswahlverfahrens    

Beim Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP)    kommt ein zweistufiges Auswahlverfahren zum Zuge, welches eine faire Teilnahmechance eröffnet und größtmögliche Gerechtigkeit Gewährleistung bieten soll.

1. Vorauswahl durch die Austauschorganisationen:  

In der ersten Stufe werden in Auswahlgesprächen, Diskussionsrunden und Tests der allgemeinen politischen Bildung die Bewerber, die für ein PPP-Stipendium geeignet sind, ermittelt.

2. Nominierung durch die Abgeordneten    

In der zweiten Stufe wählen die für den Wahlkreis teilnehmenden Patenabgeordneten aus dieser Vorschlagsliste denjenigen oder diejenige aus, der oder die sie persönlich für am besten geeignet halten, Deutschland in den USA als „Junior-Botschafter“ zu vertreten.

3. Verteilung der 360 Stipendien auf die 299 Wahlkreise:

Im PPP werden in den 299 Bundestagswahlkreisen 285 Stipendien für Schülerinnen und Schüler sowie 75 Stipendien für junge Berufstätige vergeben. Dies bedeutet, dass in 14 Wahl- kreisen kein Schüler-Stipendium vergeben werden kann. In 61 Wahlkreisen wird sowohl ein Schüler-Stipendium als auch ein Berufstätigen-Stipendium vergeben.

 

 

Nach der Auswahltagung heisst es warten, warten, warten. Mindestens bis Februar des nächsten Jahres.
Eins noch.  Wenn Ihr die Einladung zur Auswahltagung bekommen, nutzt eure Chance.

Es lohnt sich – It’s worth it!!

 

Sebastian

 

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