Endlich Angekommen !!

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Endlich Angekommen !

Nach aufreibenden Stunden bin ich nun an meinem Platzierungsort in Valdez angekommen. Aber der Reihe nach. Ich habe in meinem letzten Post von einem Fußballspiel erzählt. Portland Timbers gegen Seattle Sounders. Dieses Spiel werde ich nicht mehr vergessen. 6 Tore, 2x 11 Meter, eine rote Karte und ein Unentschieden. Leider hat unsere Mannschaft Portland Timbers nicht gewonnen. Die Stimmung im Stadion war sehr gut. ich saß zwar fast in der letzten Reihe aber das macht nichts. Mein erstes Fußballspiel, in Deutschland habe ich es nie ins Stadion geschafft. Nach diesem tollen Erlebnis wurde ich von meinem Host am Bahnhof abgeholt und nach Hause gebracht.
Das Fußballspiel markiert auch einen der letzten Abende vor meinem großen Abendteuer in Alaska.
Der nächste morgen war davon gezeichnet, dass ich früh aufstehen musste. Mein Host hatte an diesem Tag einige Meetings, deshalb sind wir schon früh zum Flughafen aufgebrochen. Am Flughafen hat mich mein Host bis zum Alaska Airlines Schalter gebracht und da habe ich dann auch eingecheckt. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht dass dieser Tag so schnell nicht zu Ende sein sollte.
Mein Flug hatte pünktlich, fast überpünktlich Abgehoben. Also abgehoben und auf geht’s ins Abenteuer. Der Flug verlief ruhig und ich genehmigte mir eine Mütze Schlaf.
Geweckt wurde ich durch leichte Turbulenzen und dem Service der nun folgte.
Ich bestellte mir ein Glas Wasser und dazu eine Cola.
Der Flug war schon zu 2/3 fortgeschritten und der Pilot machte ein paar Angaben zu Flughöhe und Uhrzeit am Zielort. Da ich meine Uhr bereits um 1 Stunde zurück gestellt hatte konnte ich dieser Ansage getrost den Rücken kehren.
Der Pilot setzte zum Landeanflug an und durchflog eine Wolkendecke.
Das wird wohl ein Instrumentenanflug gewesen sein, denn bis auf 50 Metern war keine Sicht möglich.
In Portland 10 Minuten vor meinem geplanten Abflug, habe ich eine Mail vom College erhalten. Der zu entnehmen war, dass die letzten 8 Flüge nach Valdez bezüglich des Wetters gecanzelt wurden. In Anchorage angekommen, musste ich sehr schnell feststellen, dass dieser Abflug wohl auch nicht durchgeführt werden konnte, denn das Wetter war dementsprechend schlecht. Mit einem größeren Flugzeug währe es wohl kein Problem, doch mit den ich nenne Sie einmal “ Buschflieger“ ist an denen Tagen kein Abflug möglich. So auch an diesem Tag. Doch mein College hatte etwas in. E Hinterhand und hatte zur Sicherheit einen Bustransfair auf die Beine gestellt.
Ich lies also in weißer Voraussicht meinen Koffer aus der Gepäckabfertigung holen und bin danach ab zum Bus. Da die Dunkelheit schon langsam einsetzte, stellte ich mich auf eine etwas ruppiegere Nachfahrt ein. In der 7 Stunden andauernden Fahrt,  versuchte ich die meiste Zeit zu schlafen. Leider ist mir das nicht immer gelungen.
In Valdez angekommen, bemerkte ich oh Mist ich habe vergessen Bettwäsche zu kaufen. Da ich eigentlich mit dem Flieger um einiges früher angekommen wäre, hätte ich genug Zeit gehabt mich Häuslich einzurichten. So blieb mir nur eine hable Stunde bis der Supermarkt schließt um alles unter einen Hut zu bringen. Also nicht wie ab zum Supermarkt und Großeinkauf gemacht.
Dann hatte ich soweit eingerichtet, dass ich die Nacht gut überstehen konnte. An Ausschlafen am nächsten Morgen war nicht zu denken, denn die Orientarion Days standen an. An diesem Tag es war Freitag der 23.August 2013 habe ich alle wichtigen Dinge um und mit dem College erfahren, mich für meine Kurse registriert und nette Leute kennen gelernt. Ich kann es nur immer wider sagen, die Amerikaner sind uns mit Freundlichkeit um einige Stunden wenn nicht sogar Tage voraus.
Ich habe mich für 2 Kurse die genau 6 Credits ergeben registriert. Es sind Digital Photgraphie und Leadership + Peer Advocacy.
Nun hatte ich jeden Kurs mindestens einmal und kann sagen, dass ich die richtige Wahl für dieses Semester getroffen habe. Am Samstag stand eine Bootstour im Prince William Sound an. Studenten, die diese Tour in letzten Jahr schon einmal gemacht haben, warnten uns vor. „nehmt ja warme Kleidung mit“. Da ich mich in Portland gut eingedeckt hatte konnte ich auf ein gut sortierten Kleiderschrank zurückgreifen. Also nichts wie rauf auf die Stephans Cruise. An diesem Tag habe ich meinen ersten Gletscher gesehen. Sonst sieht man diese nur im Fernsehen und Naturdokumentationen. Nun kann ich sagen ich war da und hab’s live gesehen.
Damit war auch dieser Tag zu Ende und ich habe mich noch mit anderen Studenten getroffen. Mein Englisch verbessert sich von Tag zu Tag.

Nun habe ich auch meine ersten Tage als deutsch/amerikanischer Student hinter mir.
Die Stadt Valdez ist zwar klein aber hat doch alles, bis auf das Social Security Office. Dieses ist in Anchorage. Nun begannen die Überlegungen, wie komme ich nach Anchorage. Alleine mim Auto durch die Wildnis ohne Mobilfunk ? Abgelehnt.
Fliegen? Zu teuer. Das hätte mich ungefähr 350 Euro gekostet.
Also was bleibt übrig? Da mein College einen Anchorage Trip für das Wochenende ( 30.08 bis 01.09 2013) organisiert haben CV und das College vereinbart, früher als geplant loszufahren um mir den Besuch im SSN zu ermöglichen.
Ich hoffe alles geht glatt, denn ein zweites Mahl gibt es eigentlich nicht.
Mittlerweile habe ich so einige versteckte Talente entdeckt. Das Kochen macht mir Spaß und das was dabei herauskommt schmeckt fast wie im Restaurant. Erst letztens habe ich Wiener Schnitzel gemacht. Also auf in den Supermarkt und eingekauft. So aber wo bekommt man nun Semmelbrösel her? Das Brot hier im Amerika ist immer gesüßt. Ich habe Glück und habe ein Weißbrot gefunden, dass nicht gesüßt war und unseren normalen Brötchen entspricht. Also in kleinen Scheiben in den Ofen. Danach klein geklopft und nach der richtigen Reihenfolge das Schnitzel Paniert. Es hat zwar lange gedauert aber das Ergebnis war Super.

Ein Problem gibt es aber weiterhin. Ohne SCN kann ich mir momentan keinen Job suchen. Die Jobsuche hier gestaltet sich schwieriger als gedacht. Es muss eine Part Time Beschäftigung sein, nicht mehr als 20 Stunden und möglichst in den Morgenstunden. Ich habe Glück und konnte meine Unterrichtseinheiten in den Abend legen, so bin ich sehr flexibel was Arbeitszeiten angeht. Mittlerweile bin ich stolzer Eigentümer eines amerikanischen Kontos bei der First National Bank of Alaska. Es gibt zwar noch eine zweite Bank in meinem Ort, diese war aber auch maßgeblich an der Finanzkrise beteiligt und musste mit Staatshilfen gerettet werden. Leider verlangt meine Bank um keine Kontoführungsgebühren zu generieren eine Mindesteinlage von 750 Dollar. Diesen Monat hat meine Kreditkarte sehr geraucht. Ich will garnicht wissen wie mein Konto aussieht wenn ich ein Auto kaufe. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ich melde mich wieder.
Euer Sebastian.

 

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