Einladung zum Abgeordneten

Nach gut einem halben Jahr, mit einer zeitaufwendigen Bewerbungs-Phase und einer erfolgreichen zweitägigen Auswahltagung im November in Köln, folgte die Einladung in das Wahlkreisbüro. Um auf etwaige Fragen optimal vorbereitet zu sein, bin ich alle möglichen Fragen zu meiner Person selbst und dem Programm durchgegangen.

Als ich dann am Wahlkreisbüro ankam, wurde ich freundlich von Frau De Boer ( Sekretärin ) begrüßt und in das Besprechungszimmer gebeten. Dort wartete bereits Herr Simmling MdB auf mich.

Das Gespräch begann mit einer Begrüßung und einer kleinen Vorstellung meinerseits.  Es folgten Fragen, wie ich in den USA, bei einer Teilnahme einen Arbeitsplatz besorgen könnte. 
Man lernt die Menschen, das Wirtschaftssystem und die Kultur hautnah kennen. Dies könne man als Tourist niemals in dieser Tiefe kennen lernen. Ich erzählte auch, was das Programm mir bieten könnte. Von den persönlichen Erfahrungen, das steigende Selbstbewusstsein und die Chance mein Berufsleben in einer sehr positiven Weise zu beeinflussen. Die Erfahrungen bleiben für ein Leben lang und prägen einen. Auch gerade für einen Groß- und Außenhändler sind Auslandserfahrungen von immensem Vorteil.

Nach der Hälfte der Zeit wurde angemerkt, dass der erste Eindruck wirklich sehr positiv ist und er den Bericht der Auswahlkommission ohne weiteres unterzeichnen würde. Es wurde sich auch nach meinen Sprachkenntnissen erkundigt.

 

Momentan fühlt es sich so an, als würde man einen Berg erklimmen. Ein Hindernislauf, bei dem es gilt möglichst alle Hindernisse zu überspringen.  Man startet an der Talstation und läuft los. Nachdem die Bewerbungsunterlagen ausgefüllt und abgeschickt sind, klettert man ein Stück weiter. Man kommt an einen Abgrund. Ich warte auf die Einladung zur Auswahltagung. Auf der anderen Seite, steht die Auswahlkommission, die die Unterlagen kritisch bewertet.

Die Einladung zur Auswahltagung. Die „Brücke“ wird ausgefahren, nicht für jeden. Bereits jetzt sind einige auf der Strecke geblieben. Nicht für jeden wurde die „Brücke“ ausgefahren. Man klettert weiter, sieht in der Ferne schon die Zielflagge auf der Bergspitze.
Nach erfolgreichem Absolvieren der Auswahltagung, erklimmt man den Berg ein Stück weiter. Diese Etappe ist geschafft. Jetzt heißt es Geduld walten lassen und abwarten und abwarten. Die Unterlagen müssen ausgewertet und die Erdrücke festgehalten werden. Bis Mitte Januar wird man nichts mehr hören. Es wird eine Rast eingelegt und verweilt. Jetzt ist es schon Mitte Januar und auf einmal, ganz unerwartet die Einladung zum „Vorstellungsgespräch“. Man rechnet zu diesem Zeitpunkt schon mit einem Ausscheiden. Wieder wird eine Brücke über den Abgrund geschoben. An diesem Punkt bleiben sehr viele stehen. Hier trennt sich „die Spreu vom Weizen“, sagt der Volksmund. Bis jetzt hat man sich gegen ca. 400 Bewerber durchgesetzt. Ein tolles Gefühl. Nach dem Gespräch mit dem MdB, ist man fast auf dem Gipfel angekommen. Die Zielflagge ist zum Greifen nah! Es fehlt nur noch die Zusage, um zugreifen zu können. Einen so langwierigen Bewerbungsprozess, mit Gesundheitszeugnissen, Einschätzungen und auszufüllenden Unterlagen, habe ich noch nicht erlebt.

Zurück zu meinem Gespräch.

Da das Gespräch nur ca. 15 Minuten dauerte, war es auch bald schon wieder zu Ende.

Die Sekretärin machte sich Gesprächsnotizen und war sehr nett. Ich habe das Gefühl, dass er ( sehr ) positiv gestimmt ist, mein Pate zu werden. Er will noch eine Nacht darüber schlafen ( es sei immer gut, meinte er… ) und es mir im Laufe der Woche mitteilen, wie seine Entscheidung ausfällt.

Ich habe mich aber auch mit dem Gedanken befasst, dass es nicht funktionieren könnte. Für mich persönlich bedeutet dies, bereits jetzt schon, eine Bestätigung meiner erbrachten Leistungen. Damit kann ich sehr zufrieden sein. Nicht jeder kommt so weit, wie ich in diesem Fall gekommen bin. Auch die durchweg positive Bewertung der Auswahlkommission in Köln, bestätigt mich in meinem Handeln.

Sollte es eine Absage geben, liegt es nicht an den persönlichen oder fachlichen Qualitäten, sondern an der Einschätzung des Abgeordneten. Er übernimmt schließlich für ein Jahr die Patenschaft und ist im gewissen Sinne auch für den „Schützling“ verantwortlich. Man ist dadurch nicht ungeeignet. Der Abgeordnete muss sich gezwungener Maßen, zwischen vielen als geeignet erachteten Kandidaten einen aussuchen.

Ich hoffe auf eine positive Entscheidung.
Wenn ich mir den Text so anschaue, ist es doch relativ viel geworden…. Vielen Dank fürs Lesen.

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