Black Friday

2. Black Friday

Bereits auf der Rückfahrt zu den Dorms machten wir aus, dass wir eine Stunde später und somit gegen 21:30 Uhr Richtung Mall fahren wollten. Jeder von uns ging nun erstmal zurück in sein eigenes Apartment.

Eine halbe Stunde vor geplanten Abfahrt machte ich mich schon auf zum Apartemnt von Anna um mit ihr über den Tag beim Professor zu sprechen. Sie war ja erst zum Abendbrot hinzugestoßen ist.
Ich erzählte ihr das der Tag an sich gut war, aber es sehr nervig war, dass eigentlich keiner englisch gesprochen hat und wir mit zwei bzw. Anfangs drei Leuten etwas außen vor waren. Auch als es bei der Verabschiedung eine kleine Diskussion gab wer denn jetzt wohin fährt,, konnten wir zwar erahnen dass über uns gesprochen wurde, aber nichts was.

Nachdem auch der letzte eingetroffen war, machten wir uns endlich um 21:45 auf in Richtung meinem Auto. Schließlich ging es dann 20 min hinter dem eigentlichen Plan los zur Mall.
Bereits auf dem letzten drittel der Strecke wurde uns klar, dass die Vorhersagen korrekt waren. Die Strassen waren noch nie so voll und wir brauchten dementsprechend auch etwas länger um auf den extrem vollen Parkplatz zu gelangen.
Nachdem das Auto etwas weiter weg vom Eingang und den Massen geparkt war, machten wir fünf uns auf um uns das, worum hier ein Riesen Hype gemacht wird, direkt aus der nähe anzuschauen.

Unsere erster Weg führte uns zum Eingang von SEARS. Ich glaube SEARS kann man am besten mit einem Karstadt vergleichen. Allerdings nur auf einer Etage.
Da wir aber hier nichts brauchten, war es nur ein Durchgang. Aber auch schon hier hatten die Kassier was zu tun.
In der Mall angekommen ging es dann durch verschiedene Geschäfte und das Hauptsächliche Ziel, war ja eh nur das gucken.
Denn am Abend vorher hatten wir schonmal im Internet geguckt und die Planung der Koreaner , war Skibrillen bei Scheels zu kaufen. Da Scheels erst am nächsten Morgen um 6 Uhr öffnete gingen wir nur „Just-for-Fun“ durch die Mall und die Geschäfte.
Nach einem Schuh- und zwei Kleidungsgeschäften ging es zu Radioshak. Hier stoppten wir eigentlich nur, da Anna nach einem neue Smartphones suchte. Nachdem sie einer Broschüre, die vor der Tür ein paar interessante Angebote gefunden hatte, gingen wir dann rein. Ich fand eine 32 GB SD-Karte für meine Camera für 19,99 $ normalerweise bekommt man diese nicht günstiger als 40 Dollar.

Im Anschluss machten wir uns auf den Weg zu Younkers, um der deutschen Studentin kurz „Hallo“ zu sagen. Auch hier kurz die Erklärung zu Younkers ;-). Ist ein Kleidungsgeschäftbfür Frauen. Zusätzlich bekommt man im Erdgeschoss noch Kinderkleidung, Spielzeug und Küvhenutensilien. Während die anderen sich im Geschäft umschauten, machte ich eine Runde durch den Laden, da ich nicht genau wusste in welcher Abzeilung sie an dem Tag arbeitete. Ziemlich am Ende der Runde, sah ich sie an der Kasse der Schuhabteilung. Anders als bei den anderen Läden wurde hier speziell in der Schuhabteilung klar das es ein besonderer Tag war. Neben den vielen Kunden waren nämlich auch viele Schuhkartons geöffnet und dann nach dem erfolglosen Anprobieren achtlos in die Gegend geschmissen worden.
Ich begrüßte kurz die deutsche Studentin nur kurz, da sie an der Kasse alle Hände voll zu tun hatte. Daher begann ich die andere zu suchen, mit denen ich gekommen war.
Kurz bevor das Geschäft wieder veliesen, verabschiedete ich mich noch kurz von Meta und wechselte ein paar Worte mit ihr. Dann wünschte ich ihr noch einen guten (der Situation entsprechend) Restarbeitstag bzw. Nacht.
Beim rausgehen (ca. 22:45 Uhr) sahen wir eine Schlange vor dem GameStop der allerdings erst um 0 Uhr seine Türen öffnen sollte. Diese Tatsache schien so um die 30 Kunden zu dieser Zeit nicht zu stören, die sich nach dem extra aufgehängten Schild in Pfeilrichtung in die Warteschlange einzureihen.
Für uns ging es dann nach einem kurzen Aufenthalt bei JCPennys wieder zurück Richtung SEARS, wo wir die Mitbewohnerin von A und R treffen wollten. Sie hatte uns kurz vorher eine SMS geschrieben. Auf dem Weg dorthin trafen wir noch auf Sam, mit der wir noch kurz redeten bevor die anderen Koreaner dazustoßen, die nun auch durch die Mall wollten.

Wir machten uns dann gegen kurz vor 0 Uhr wieder auf dem Heimweg,da einige bereits um 6 Uhr morgens wieder kommen wollten und ich das Fahren „freiwillig und ohne Druck“ zugesagt hatte.
Kurz vor dem Auto kam es wieder mal zum Massensprint, da alle um den Beifahrersitz kämpften.mWas ganz nett anzusehen war, da ich das Auto noch nicht geöffnet hatte. Ausserdem hatte ich für das Auto auch keinen Schlüssel und deshalb ging ich in Ruhe weiter zu meinem Auto :D.
Erst nachdem ich Tür öffnete kamen die anderen dann auch auf die Idee, dass sie vielleicht am falschen stehen. Nachdem alle Platz genommen hatten ging zurück.
Wie ich am Dorm erfahren habe, sollte es aber bereits am nächsten Tag um 5.15 Uhr weitergehen. Und nicht um kurz vor 6 wie eigentlich abgesprochen. (Ganz nebenbei: Wir brauchen nicht ganz 10 min zur Mall.

Nach ca. 3 Stunden Schlaf klingelte mein Wecker und kurze Zeit später und Message terror, saßen wir dann wieder im Auto. („Back to the Chaos“).
Das gute um die Uhrzeit war, das weniger Menschen (immer noch genug) unterwegs war. Waren halt nicht viele so bescheuert wie wir. 😀
Vor unserem Ziel, dem Sportgeschäft Scheels waren so um die 30 Kunden die auf die Öffnung warteten. Da wir erst 5:40 Uhr hatten und ich etwas schlecht gelaunt war, was auch am Message Terror und dem wenigem Schlaf zusammen hing, ging ich ersteinmal ein paar Meter weiter und skypte mit Deutschland. (zu dem Zeitpunkt 12:40 Uhr in Deutschland).
Ca. 10 Minuten später wurde es dann etwas hektischer. ich ging nun zurück in die nähe des Geschäfts und beobachtete die Menschentraube die sich mittlerweile aus den vorher sitzenden Menschen gebildete. Nebenbei hatte ich immer noch das FaceTime Telefonat laufen.

Es war so weit, der Augenblick auf den alle gewartet hatten.
Das Rolltor erhob sich und es konnten alle reinstürzen, was sie auch taten. Das Spektakel wurde auch nach Deutschland übertragen, denn ich hatte die Kamera gewechselt und es konnte nun das Spektakel verfolgt werden wie sie erst in das Geschäft stürmten und nach einen Kauf einen Gratis Stoffhund mit Scheels-Halstuch bekamen.

Es war mal wieder schön zu sehen, wie Kunden im Einzelhandel sich freuen können wenn es etwas gratis gibt. Teilweise bildete sich eine kleine Schlange vor der Mitarbeiterin, die die Stoffhunde gegen Vorlage des Kassenbon aushändigte.
Und zu 95%’lief es nach dem gleichen Schema ab. Erst ganz aufgeregt geguckt bei der Übergabe des Kassenbons an die Mitarbeiterin und nach dem Erhalt dann ein freudiges Grinsen im Gesicht.

Als meine beiden Mitfahrer, nach ca.,einer halben Stunde den Weg aus dem Geschäft gefunden haben, ging es dann wieder zum Auto und zurück zum Dorm.
Meine Mitbewohner und speziell der in meinem Raum lebt, hatten das Wochenende genutzt um nach Hause zu fahren, so hatte ich quasi Sturmfrei und konnte machen worauf ich Lust hatte.

Nachdem ich es zwischendurch mit schlafen versuchte, machte ich später nochmal auf um bei BestBuy zu gucken und auch die Fülle zu einer anderen Zeit nochmal zu sehen.
Wie zu erwarten war der Parkplatz gut gefüllt.
Ich war auch hier wieder nur zum gucken gekommen. Daher ging ich nur durch die Gänge und schaute mich um. In der Fotoabteilung, wurde ich mit den netten Worten begrüßt: Hej, was machst du denn hier. Und warum am Black Friday.
Die Mitarbeiterin hatte ich bei meinem vorletzten Aufenthalt bereits getroffen und wir hatten und etwas länger über Deutschland und die Unterschiede zu den USA unterhalten.
Ich erzählte ihr das es keinen richtigen Grund gibt, warum ich hier bin. Sie sah mich mit etwa merkwürdig an und erzählte mir dann, dass sie innerhalb der 26 Stunden Öffnungszeit insgesamt 18 Stunden Arbeiten muss. Sie startete den Vorabend um 18:00 Uhr bis 4:30 Uhr. Dann konnte sie kurz nach Hause und musste dann von 11:30 Uhr bis 21:00 Uhr. In jeder Schicht hatte sie nur eine Pause von 30 min. So sieht die andere Seite des Black Friday aus, an die keiner denkt. Da es hier einer hohe Fluktuation gibt, riskieren die Mitarbeiter ihren Job, wenn sie da nicht mitspielen.
Wir sprachen noch ein wenig, und verabschiedeten uns dann, nachdem sie sagte, “ Only 8 Hors left an a 30 Break“.
Ich wünschte auch ihr noch einen schönen Tag und hoffentlich ohne besonderen Vorkommnisse wie Kämpfe um Produkte, wie ich sie im Internet und in den Nachrichten gesehen hatte.

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