Levver Jott jevv uns Zick…

… für uns läuf e Johr vill zo flöck
ding himmliche Uhr, die läuf stur immer wigger.
Jrad noch Silvester jefiert, ze Ostern e Ei bunt lackiert,
et Föttche verbrannt em Sand, schon steit et Christkind vür d‘r Dür.

 

Leev Fastelovendsjecke,

besser als im Lied der Bläck Fööss kann man die vergangenen Monate schlicht und einfach nicht beschreiben. Gestern noch bei herrlichem Sommerwetter mit dem Boot über den Ohio-River geschippert, heute schon “Long Johns“, Eis kratzen und Schnee schaufeln.

HALBZEIT!

Wie man sicherlich schon in den heimischen Medien aufschnappen konnte, gestaltet sich das Wetter hier doch etwas anders als man es auf dem Rheinland zurzeit kennt. Schnee und Eis haben wir hier mehr als genug. Alles fing Anfang Dezember an, als es rund 20cm der weißen Pracht waren. Das setzte sich dann die folgenden 8 Wochen in regelmäßigen Abständen bis zum heutigen Tag fort. Bei Temperaturen von bis zu Minus 25 Grad, sind dann nicht nur Schulen und öffentliche Einrichtungen geschlossen, sondern auch der Großteil aller Geschäfte. Dass dabei Wasserleitungen einfrieren und Autotüren nicht mehr zu öffnen sind, ist da weniger verwunderlich als dass die Kälte sogar Niagarafälle erstarren lässt. Was also machen bei solchen Umständen? Richtig: Job suchen, nach Florida fahren und die Sonne auf den Bauch scheinen lassen.

In meinem letzten Blogeintrag habe ich Euch grob die Schwierigkeiten bei der Jobsuche beschreiben können. Um es vorweg zu nehmen: Es hat sich dann doch noch zum positiven gewendet.

Anfang Dezember bin ich mit meinen Bewerbungsunterlagen bei der Firma Hella Electronics in Flora vorstellig geworden, um es – fernab von Jobplattformen und Ausschreibungen – mit einer Initiativbewerbung zu versuchen. Und hier gab es dann schon die erste Überraschung: Man nahm sich spontan Zeit für mich, um sich meinen Hintergrund und meine Ziele anzuhören. Nach all den Negativ-Erfahrungen war das einer der wenigen Lichtblicke. 1 Woche später kam dann auch telefonisch die Einladung zum Bewerbungsgespräch, welches dann letztendlich auch ganz gut verlief. Jedoch gab es auch diesen Zeitpunkt kein definitives „Ja“ oder „Nein“… wohlgemerkt war es da schon Anfang Dezember (Zwei Wochen verbleibend bis zur Deadline). Mitte Dezember dann der erlösende Anruf: Die Zusage! Ein Angebot zu einem Praktikum als Ingenieur in einem deutschen Unternehmen der Automobilindustrie! In einem sechs monatigem Praktikum erhalte ich dabei Einblick in die verschiedensten Ingenieursberufe. Jackpot!

Mit dem Job in der Tasche hieß es dann: Ab in den sonnigen Süden. Raus aus dem Schnee und ab zum Strand. Mein erstes Ziel lautete dann Köln, also ich meine Eitorf oder auch einfach Tallahassee genannt. Nach rund 14-stündiger Fahrt durch die Staaten Indiana, Kentucky, Tennessee, Alabama und Georgia, hieß es dann: Welcome to the Sunshine-State. Welcome to the home of Daniel. Moment mal… Sunshine??? Die Staatshauptstadt im Norden Floridas nimmt das Motto des Sunshine-States wohl doch nicht allzu wörtlich: Regen, Matsch und Kälte (10 Grad). Na super…  Das geht ja gut los. Dennoch: Endlich angekommen. Das Begrüßungsritual hielten wir vergleichsweise kurz, denn das Gaffel Kölsch stand schon erwartungsgemäß kalt und wartete nur darauf, den Weg in den von Light-Bier geplagten Bauch zu finden. Kölsch in Florida. Gibt definitiv schlimmeres! Nach einer kurzen Städtetour durch Tallahassee startete ich dann also zusammen mit Daniel, Helene Fischer, den Höhnern und den Bläck Fööss in Richtung Süden. Nach rund vier Stunden Karnevalsmusik und Schlagerparty, kamen wir dann in Tampa an, der Heimat der Tampa Bay Buccaneers und der PPP-Teilnehmerin Sabrina aus Bayern. DieTemperaturen haben zu diesem Zeitpunkt wohlgemerkt auch wieder die richtige Richtung eingeschlagen. 28 Grad – Mitte Dezember. Herrlich. Auch hier gab es dann wieder eine kleine Städtetour, diesmal von Sabrina. Ob sich 2 Kölsche Junge und eine Bayerin wohl vertragen geschweige denn verstehen? Offensichtlich. Sonst hätte sie sich wohl nicht spontan dazu enstchieden, uns auf dem Roadtrip beizuwohnen. Nun ging es also weiter Richtung Süden mit Sabrina, Daniel, Helene Fischer, den Höhnern und den Bläck Fööss. Ärgerlich nur, wenn man bei der Musikauswahl als Bayerin die eigenen Kopfhörer vergisst J. So ging es rund 6 Stunden dann also weiter quer durch die Everglades in Richtung Key West, dem südlichsten Punkt des kontinentalen Amerikas. Nach einem mehrtägigen Aufenthalt ging es dann zur letzten Station: Miami! Adventszeit bei  Sonne, Strand und Vice City. Awesome! Weltklasse!

Der Trip fand dann letztendlich seinen Höhepunkt mit dem Live-Stream meines 1. Kölner Fußballclubs gegen ein Dorf nördlich von Köln. Da bleibt nicht viel mehr zu sagen als: DERBYSIEGER!

So gingen also die Tage der Vorweihnachtszeit schnell rum. Fast so schnell wie auch das Weihnachtsfest an sich. Wo ich es doch in Deutschland gewohnt bin, drei Tage lang im Kreise der Familie ausgiebig zu feiern, zu essen und das ein oder andere Kölsch zu trinken, hieß es hier lediglich am 25. Dezember: „Die Geschenkeschlacht ist hiermit offiziell eröffnet!“ Nach rund 1 Stunde war dann Weihnachten 2013 in den USA auch schon vorbei. Fazit: Ich liebe das deutsche Weihnachten!

Das waren also die letzten Tage im Schnelldurchlauf. Bilder sagen natürlich wie immer mehr als 1000 Worte.

Ävver de letzte Affschnitt möcht ich nutze, um üch all ne wunderbare Fastelovend ze wuensche! Drinkt  ene für mich met!

Dreimol vun Hätze: Kölle Alaaf! Olney Alaaf! 174 Tage Alaaf!

 

Maat et joot, ävver net ze off,

Euer Stefan

 

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